Was die Buchstaben in CT-C25-F4 bedeuten
Auf Angeboten und Produktdatenblättern für Estrich steht eine Bezeichnung wie CT-C25-F4. Die ersten Buchstaben nennen das Bindemittel: CT steht für Zementestrich, CA für Calciumsulfatestrich, CAF für Calciumsulfat-Fließestrich, MA für Magnesiaestrich, AS für Gussasphaltestrich und SR für Kunstharzestrich. CT-C25-F4 ist eine gängige Klasse für Zementestrich, die mehrere Hersteller als Fertigmörtel anbieten.
C steht für die Druckfestigkeit, also dafür, wie viel Last von oben der Estrich aushält. Die Zahl danach ist der Mindestwert in Newton pro Quadratmillimeter, gemessen an einer genormten Probe im ausgehärteten Zustand. Bei 25 Newton hält ein Quadratmillimeter Estrich im Test also mindestens etwa 2,5 Kilogramm Gewicht aus. F steht für die Biegezugfestigkeit, also dafür, wie stark sich der Estrich verbiegen lässt, bevor er reißt. Beide Zahlen sind Mindestwerte und keine Zielwerte.
Welche Klassen es für Druck und Biegung gibt
Die Druckfestigkeit reicht von Klasse C5 bis C80, in den Stufen 5, 7, 12, 16, 20, 25, 30, 35, 40, 50, 60, 70 und 80 Newton je Quadratmillimeter. Die Biegezugfestigkeit reicht von F1 bis F50, in den Stufen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 15, 20, 30, 40 und 50 Newton je Quadratmillimeter. Beide Reihen sind Klassen, keine freien Messwerte: Die Zahl nennt die Untergrenze, die der Estrich mindestens erreicht.
| Kennwert | Klassenstufen |
|---|---|
| Druckfestigkeit (C) | 5, 7, 12, 16, 20, 25, 30, 35, 40, 50, 60, 70, 80 |
| Biegezugfestigkeit (F) | 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 15, 20, 30, 40, 50 |
Welcher Wert je nach Bauart mehr zählt
Welcher der beiden Werte mehr zählt, hängt von der Bauart ab. Bei Verbundestrich, der fest auf dem Untergrund klebt, führt die Druckfestigkeit, weil die Last direkt von oben drückt. Bei schwimmendem Estrich auf einer Dämmung ist die Biegezugfestigkeit maßgebend, weil die weiche Unterlage den Estrich unter Last durchbiegt. Ein Angebot mit hoher C-Klasse, aber niedriger F-Klasse ist deshalb nicht automatisch das bessere. Welche Bauart Ihr Boden braucht, erklärt der Vergleich von schwimmendem Estrich und Verbundestrich.
Wie die Klasse die Estrichdicke beeinflusst
Eine feste Klasse, die für jeden Raum gilt, gibt es nicht. Welche Klasse Ihr Boden braucht, hängt von Bauart, Dicke und Belastung ab, und der Estrichleger legt sie im Angebot zusammen mit der Dicke fest. Ein Beispiel zeigt den Zusammenhang: Für schwimmenden Zementestrich der Klasse CT-C25-F4 nennt ein Ratgeber 45 Millimeter, für CT-C30-F5 nur 35 Millimeter. Ein Calciumsulfat-Fließestrich der Klasse CAF-C30-F5 kommt mit 30 Millimetern aus.
| Bezeichnung | Was sie heißt | Mindestdicke schwimmend auf Dämmung |
|---|---|---|
| CT-C25-F4 | Zementestrich, 25 Newton Druck, 4 Newton Biegezug | 45 Millimeter |
| CT-C30-F5 | Zementestrich, 30 Newton Druck, 5 Newton Biegezug | 35 Millimeter |
| CAF-C30-F5 | Calciumsulfat-Fließestrich, 30 Newton Druck, 5 Newton Biegezug | 30 Millimeter |
Eine höhere Klasse erlaubt also einen dünneren Estrich, kostet aber mehr Material. Fragen Sie den Estrichleger deshalb, für welche Klasse er die Dicke in Ihrem Angebot berechnet hat.
Was CT-C25-F4 nicht aussagt
Die Bezeichnung beschreibt ausschließlich das Material im ausgehärteten Zustand, geprüft an einer genormten Probe. Sie sagt nichts darüber, welche Bauart verwendet wird, wie dick der Estrich eingebaut wird, wie eben die Oberfläche wird und wann der Estrich für den Bodenbelag trocken genug ist. Diese Angaben gehören zusätzlich in Ihr Angebot und stehen nicht in der Klassenbezeichnung selbst.
Was ein solcher Boden ohne Belag kosten kann, zeigt der Beitrag zu Sichtestrich.
So lesen Sie Ihr Angebot in 4 Schritten
- Die Buchstaben vor dem ersten Bindestrich prüfen. Sie nennen das Bindemittel, zum Beispiel CT für Zementestrich.
- Den Wert nach C ablesen. Das ist die Mindest-Druckfestigkeit in Newton je Quadratmillimeter.
- Den Wert nach F ablesen. Das ist die Mindest-Biegezugfestigkeit in Newton je Quadratmillimeter.
- Nachfragen, ob Bauart, Dicke und bei einem Boden ohne Belag auch eine Verschleißklasse im Angebot stehen, denn das steht nicht in der Klassenbezeichnung selbst.
Wenn Bauart, Dicke und Klasse zusammenpassen, ist das Angebot in sich stimmig. Fehlt eine der drei Angaben, fragen Sie vor der Beauftragung nach.
Häufige Fragen
Was bedeutet CT-C25-F4 bei Estrich?
CT-C25-F4 bedeutet Zementestrich mit mindestens 25 Newton Druckfestigkeit und mindestens 4 Newton Biegezugfestigkeit, jeweils je Quadratmillimeter. Beide Werte sind Mindestwerte, gemessen an einer genormten Probe im ausgehärteten Zustand.
Was ist der Unterschied zwischen der C-Klasse und der F-Klasse bei Estrich?
Die C-Klasse beschreibt die Druckfestigkeit, also wie viel Last von oben der Estrich aushält. Die F-Klasse beschreibt die Biegezugfestigkeit, also wie stark er sich verbiegen lässt, bevor er reißt.
Welche Festigkeitsklasse braucht der Estrich in meinem Boden?
Das hängt von Bauart, Dicke und Belastung ab, eine feste Klasse für alle Räume gibt es nicht. Ein Beispiel: Schwimmender Zementestrich der Klasse CT-C25-F4 braucht 45 Millimeter, in der Klasse CT-C30-F5 nur 35 Millimeter. Fragen Sie den Estrichleger, für welche Klasse er die Dicke berechnet hat.
Sagt die Festigkeitsklasse auch etwas über die Dicke des Estrichs aus?
Nein, die Festigkeitsklasse beschreibt nur das Material im ausgehärteten Zustand. Dicke, Bauart und der Zeitpunkt, ab dem der Estrich trocken genug für den Belag ist, stehen zusätzlich im Angebot.
Was bedeutet die Verschleißklasse A bei Estrich ohne Bodenbelag?
Die Verschleißklasse A mit einer Zahl von A22 bis A1,5 zeigt, wie viel Material die Oberfläche eines Estrichs beim Abrieb verliert. Je kleiner die Zahl, desto abriebfester ist der Estrich. Sie ist vor allem bei Böden ohne Belag wichtig, weil dort keine Schutzschicht darüberliegt.
