EstrichlegerListe

Trocknungszeit-Rechner für Estrich

Nenndicken nach DIN 18560

Auf Dämmschicht und bei Nutzlasten bis 2 kN je Quadratmeter verlangt DIN 18560-2 mindestens 45 mm für Zementestrich der Klasse F4, 40 mm für F5 und 35 mm für einen Calciumsulfat-Fließestrich der Klasse F4. Unter Stein- und keramischen Belägen gilt unabhängig von der Klasse eine Untergrenze von 45 mm, bei Calciumsulfat-Fließestrich von 40 mm.

6 Regeln für Trocknungszeit, Belegreife und Menge

  • Belegreif ist ein Estrich erst, wenn die CM-Messung, eine Feuchtemessung an einer Probe aus dem Estrich, den Grenzwert einhält. Zementestrich darf höchstens 2,0 CM-Prozent Restfeuchte haben, mit Fußbodenheizung 1,8 CM-Prozent, Anhydritestrich 0,5 CM-Prozent.
  • Die Faustregeln gelten für natürliche Trocknung bei gleichbleibend 15 bis 25 Grad und 40 bis 50 Prozent relativer Luftfeuchte. Über 65 Prozent Luftfeuchte trocknet der Estrich praktisch nicht weiter, und im ungeheizten Rohbau im Winter dauert alles länger.
  • Die Faustregel gilt für 4 bis 8 Zentimeter Dicke. Für dünnere und dickere Estriche rechnet der Rechner weiter und kennzeichnet das Ergebnis als Fortschreibung.
  • Eine Fußbodenheizung unter Zementestrich dürfen Sie frühestens nach 21 Tagen aufheizen, unter Anhydritestrich nach 7 Tagen.
  • Der Sack Trockenmörtel wiegt weniger als der fertige Estrich auf der Decke, weil beim Anmischen Wasser dazukommt. Der Rechner zeigt beide Gewichte.
  • Preise nennt der Rechner nicht. Für Estrichpreise gibt es keine prüfbare bundesweite Grundlage.

Mindestdicken bei Nutzlasten bis 2 kN je Quadratmeter

In der Festigkeitsklasse F4 muss Zementestrich auf einer Dämmschicht mindestens 45 Millimeter dick sein, Anhydritestrich mindestens 35 Millimeter. Mit der Klasse F5 sind es 40 Millimeter bei Zementestrich und 30 Millimeter bei Anhydritestrich.

Estrichnenndicken unbeheizter schwimmender Estriche nach DIN 18560-2, Tabelle 1
EstrichartF4F5F7
Zementestrich CT45 Millimeter40 Millimeternicht geführt
Calciumsulfatestrich CA45 Millimeter40 Millimeter35 Millimeter
Calciumsulfat-Fließestrich CAF35 Millimeter30 Millimeter30 Millimeter

Die Werte gelten für unbeheizte schwimmende Estriche auf Dämmschichten. Unter Stein- und keramischen Belägen gilt unabhängig davon eine untere Grenze: 45 mm bei Zementestrich, 40 mm bei Anhydritestrich.

DIN 18560-2:2004-04, Tabelle 1, unbeheizte Estriche auf Dämmschichten

Drei Regeln, die die Tabelle verschieben

  • Bei anderen als den in der Tabelle genannten Biegezugfestigkeitsklassen ist eine abweichende Nenndicke möglich, die jedoch mindestens 30 mm betragen muss.
  • Bei Dämmschichten bis 40 mm darf die Estrichnenndicke um 5 mm sinken. Unter 30 mm fällt sie auch dann nicht.
  • Bei einer Zusammendrückbarkeit der Dämmschicht über 5 mm steigt die Estrichnenndicke um 5 mm.

Beim Heizestrich der Bauart A, bei dem die Heizrohre auf der Dämmschicht liegen, steigt die Nenndicke zusätzlich um den Außendurchmesser des Rohres. Die Rohrüberdeckung selbst hat eine eigene Untergrenze: 45 mm bei Zementestrich, 40 mm bei Anhydritestrich in der Klasse F4.

Woher die Zahlen stammen

Die Angaben zu Verbrauch und Rohdichte sind Werte einzelner Produkte und keine Normwerte. Wer bestellt, prüft sie gegen das Merkblatt des tatsächlich gelieferten Mörtels.

Zurück zum Werkzeug